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Der Wagenziehhund

Der Oberbegriff aller Tierarten, die etwas ziehen, ist Zugtier.

Darunter fallen das Zugpferd, der Zugochse, der Zughund und selbst Ziegen und Rentiere.

Beim Zugpferd gibt es Kutschpferde, Holzrückepferde, Ackerpferde, Treidelpferde, Grubenponys und andere. Ihre Bezeichnung erhalten sie alle über ihre jeweilige Nutzung.

Auch beim Zughund gibt es Unterscheidungen. Da sind zum einen die am meisten bekannten Schlittenhunde,  die in Alaska und Grönland eingesetzt werden. Selbst im Watt ziehen Hunde Schlitten, um den Krabbenfang an Land zu transportieren. Dann die Karrenhunde, wie sie früher genannt wurden. Hunde die zum Teil schwere Lasten auf zwei- oder vierrädrigen Karren ziehen mussten. Und Lastenziehhunde, die ebenfalls schwere Lasten auf einem Schlitten oder einem Wagen zogen.

Heute werden Hunde kaum mehr zur Arbeit herangezogen und die Zeit des schwere Lasten Ziehens ist vorbei. Was geblieben ist, ist die Begeisterung des Hundes am Ziehen und die Möglichkeit, diese Beschäftigung auch im Alltag einzusetzen.

Für diesen Hund am Wagen, der uns zu Einkäufen begleitet, bei Wanderungen Proviant oder kleine Kinder fährt, ein gern gesehenes Bild bei Festumzügen und Schauvorführungen ist oder einfach nur Freude am Ziehen seines Wagens hat, hat uns keine der oben genannten Bezeichnungen gefallen.

Zughund, der Oberbegriff, ist uns zu wenig spezialisiert.

Karrenhund hat einen etwas abwertenden Klang und der Begriff ‚Karren‘ ist in unserer Sprache heute kaum mehr gebräuchlich.

Schlittenhunde sind sie nun wirklich nicht.

Und Lastenziehhunde möchten wir sie auch nicht nennen, weil es nicht mehr darum geht, schwere Lasten zu ziehen.

Da wir mit unserem Hund Wagen ziehen, was liegt näher?
Wir nennen ihn einfach WAGENZIEHHUND.

Wagenziehhund mit Obsternte
Auch ein Lagotto kann Wagenziehen
(Foto: Petra Tänzer)

Interessengemeinschaft Wagenziehen